RPA
Auch genannt: Robotic Process Automation · Software-Roboter
RPA ist ein Software-Roboter, der Klicks und Eingaben eines Menschen nachahmt, um Routineaufgaben in Systemen ohne Schnittstelle zu erledigen.
RPA (Robotic Process Automation) ist Software, die andere Programme über die Oberfläche bedient, wie ein Mensch: System öffnen, anmelden, klicken, kopieren, einfügen, Felder ausfüllen. Das ist nützlich, wenn ein System weder API noch Datenbankzugriff bietet, etwa Bankportale, Behördenseiten und alte ERP-Systeme.
So funktioniert es
Der Roboter folgt einem Ablauf: Auslöser (Uhrzeit, eingehende E-Mail, neue Datei), Schritte auf der Oberfläche und Ausnahmeregeln (was passiert, wenn ein Feld fehlt). Weil er von der Oberfläche abhängt, kann jede Layoutänderung ihn stören; RPA sollte daher die letzte Option sein: Gibt es eine API, ist die direkte Integration schneller und stabiler. Richtig eingesetzt überbrückt RPA die “letzte Meile” zwischen Systemen ohne Schnittstelle.
Praxisbeispiel
Die Buchhaltung lud täglich Rechnungen von 40 Lieferanten aus verschiedenen Portalen herunter. Ein Roboter meldet sich nun frühmorgens in jedem Portal an, lädt die PDFs, benennt sie nach Lieferant und Fälligkeit und bucht sie in die Kreditorenbuchhaltung. Ein Mensch prüft nur noch Ausnahmen.
Häufige Fehler
- RPA einsetzen, obwohl eine API existiert, und so unnötig etwas Fragiles bauen.
- Den Roboter nicht überwachen und erst Wochen später merken, dass er steht.
- Einen chaotischen Prozess automatisieren, ohne ihn vorher zu vereinfachen.
Häufige Fragen
Ist RPA dasselbe wie KI?
Nein. RPA folgt festen Regeln, KI interpretiert Inhalte, etwa eine PDF-Rechnung lesen oder eine E-Mail einordnen. Viele Automatisierungen kombinieren beides.
Aktualisiert am
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