SLS
Auch genannt: Selektives Lasersintern · Selective Laser Sintering · Nylon PA12
SLS ist 3D-Druck, der Nylonpulver mit einem Laser verschmilzt. Er liefert feste Teile ohne Stützen, mit Geometrien jenseits der Zerspanung.
Beim SLS (selektives Lasersintern) verschmilzt ein Laser Schicht für Schicht ein Kunststoffpulverbett, meist Nylon PA12 oder PA11. Das nicht verschmolzene Pulver stützt das Teil während des Drucks, daher sind keine Stützstrukturen nötig, und viele Teile lassen sich im Bauraum stapeln.
So funktioniert es
Weil das Teil im Pulver entsteht, erlaubt SLS innenliegende Kanäle, fertig montiert gedruckte Baugruppen und dünne Wände, mit gleichmäßigeren mechanischen Eigenschaften als FDM. Die Oberfläche ist leicht porös und matt und kann gefärbt, gestrahlt oder versiegelt werden. Es ist das Standardverfahren für Kleinserien funktionaler Kunststoffteile ohne Spritzgusswerkzeug.
Praxisbeispiel
Ein Start-up brauchte 300 Gehäuse für einen Feldtest. Ein Spritzgusswerkzeug hätte Monate und ein hohes Budget gekostet. Im SLS-Verfahren wurden die Gehäuse in einer Woche gedruckt und schwarz gefärbt, und Änderungswünsche der ersten Kunden flossen ohne Werkzeugkosten in die nächste Charge ein.
Häufige Fehler
- Geschlossene Hohlräume ohne Öffnung zum Entfernen des Pulvers konstruieren.
- Ohne Nachbearbeitung eine Spritzguss-Oberfläche erwarten.
- Unnötig dicke Wände verwenden, die teurer werden und sich verziehen.
Häufige Fragen
Ersetzt SLS den Spritzguss?
Bei einigen hundert bis wenigen tausend Teilen oft ja. Darüber rechnet sich meist das Werkzeug durch den niedrigeren Stückpreis im Spritzguss.
Aktualisiert am
Passende Leistung
3D-Druck
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