ROAS
Auch genannt: Return on Ad Spend · Werbekostenrendite
ROAS ist der durch Anzeigen erzielte Umsatz geteilt durch die Werbekosten. Ein ROAS von 4 heißt: 4 € Umsatz je 1 € Mediabudget.
ROAS (Return on Ad Spend) misst, wie viel Umsatz jeder in Anzeigen investierte Euro gebracht hat. Er ist die zentrale Kennzahl für E-Commerce-Kampagnen und Geschäfte, bei denen der Verkauf online stattfindet und der Bestellwert bekannt ist.
So funktioniert es
Die Formel lautet den Anzeigen zugeordneter Umsatz ÷ Anzeigenkosten. Ob ein ROAS gut ist, zeigt der Vergleich mit der Marge: Bei 25 % Bruttomarge liegt der Break-even-ROAS bei 4. Im B2B, wo Abschlüsse offline erfolgen und Wochen dauern, verfolgt man meist zuerst den CPA (Kosten je qualifizierter Anfrage oder Angebotsanforderung) und importiert später die Abschlüsse aus dem CRM, um den echten ROAS zu berechnen.
Praxisbeispiel
Ein Ersatzteilshop investierte in einem Monat 6.000 €, die Anzeigen brachten 27.000 € Bestellungen: ROAS 4,5. Bei 30 % Marge lag der Break-even bei ROAS 3,3, die Kampagne war also profitabel. Nachdem margenschwache Produkte aus dem beworbenen Katalog genommen wurden, stieg der ROAS auf 5,2.
Häufige Fehler
- Einen hohen ROAS feiern, ohne die Marge der verkauften Produkte zu prüfen.
- Denselben Verkauf mehreren Kanälen zuordnen und die Rendite überschätzen.
- ROAS bei langen B2B-Verkaufszyklen nutzen, ohne Abschlüsse aus dem CRM zu importieren.
Häufige Fragen
Sind ROAS und ROI dasselbe?
Nein. Der ROAS berücksichtigt nur die Mediakosten, der ROI alle Kosten (Ware, Versand, Personal, Agentur) und zeigt den tatsächlichen Gewinn.
Aktualisiert am
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