Zykluszeit
Auch genannt: Taktzeit der Maschine · Cycle time
Die Zykluszeit ist die Zeit, die eine Maschine für ein Teil braucht, vom Programmstart bis das nächste Teil beginnen kann.
Die Zykluszeit ist das Intervall zwischen Beginn und Ende der Fertigung eines Teils an einer Maschine oder Station. In der Zerspanung reicht sie meist vom Cycle Start bis zum Programmende, inklusive Schnitte, Werkzeugwechsel und Eilgangbewegungen. Sie ist die Grundlage für die Kalkulation nach Maschinenstunden und für die Kapazität.
So funktioniert es
Ein Zyklus besteht aus Hauptzeit (das Werkzeug zerspant) und Nebenzeit (Werkzeugwechsel, Anfahren, Teilewechsel). Die Hauptzeit hängt von Schnittgeschwindigkeit, Vorschub und Zustellung ab, die Nebenzeit von Programm und Spannmittel. Für Vergleiche trennt man den Idealzyklus (der beste stabile Zyklus) vom gemessenen Istzyklus; die Differenz fließt in den Leistungsfaktor der OEE ein.
Praxisbeispiel
Ein Flansch braucht mit dem ursprünglichen Programm 4 min 10 s. Werden zwei Operationen mit demselben Werkzeug zusammengelegt und Eilgangwege gekürzt, sinkt der Zyklus auf 3 min 25 s. Bei 600 Teilen sind das 7,5 freie Maschinenstunden für einen anderen Auftrag.
Häufige Fehler
- Mit der CAM-Simulationszeit kalkulieren, ohne Teilewechsel und Prüfung einzurechnen.
- Den Istzyklus nicht erfassen und erst am Monatsende merken, dass das Teil Verlust macht.
- Zykluszeit mit Kundentakt (Takt Time) verwechseln.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Zykluszeit und Kundentakt?
Die Zykluszeit ist die Dauer des Prozesses, der Kundentakt der Abstand, in dem der Kunde ein Teil braucht. Ist der Zyklus länger als der Takt, wird der Bedarf nicht gedeckt.
Aktualisiert am
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