Fertigungszeichnung
Auch genannt: Einzelteilzeichnung · 2D-Zeichnung
Die Fertigungszeichnung ist das 2D-Dokument mit allem, was die Werkstatt braucht: Ansichten, Maße, Toleranzen, Werkstoff und Oberfläche.
Die Fertigungszeichnung (Einzelteilzeichnung) ist der technische Vertrag zwischen Konstruktion und Fertigung. Auch wenn das 3D-Modell vorliegt, stehen hier die Toleranzen, der Werkstoff, die Wärmebehandlung, die Oberfläche und die Hinweise, wann ein Teil in Ordnung ist.
So funktioniert es
Eine gute Zeichnung hat genügend Ansichten und Schnitte, funktionsgerechte Bemaßung von den richtigen Bezügen, Allgemeintoleranzen (etwa ISO 2768-m) und gezielte Einzeltoleranzen, ein Schriftfeld mit Werkstoff, Behandlung, Maßstab, Einheit, Projektionsmethode und Änderungsstand sowie Hinweise zu Kantenbruch, Entgraten und Kennzeichnung. Zusammen mit der STEP-Datei kann die Werkstatt programmieren und prüfen, mit demselben Verständnis.
Praxisbeispiel
Ein Lohnfertiger erhält nur das 3D-Modell eines Halters und fragt: Welche Toleranz an den Bohrungen? Welcher Werkstoff? Eloxieren? Mit Fertigungszeichnung entfallen diese Fragen: Das Angebot geht am selben Tag raus, und das erste Teil passt.
Häufige Fehler
- Alles von einer beliebigen Kante bemaßen, ohne an die Funktion zu denken.
- Die Allgemeintoleranz offenlassen, was bei der Prüfung Streit verursacht.
- Ein PDF ohne Änderungsstand oder mit anderem Stand als das 3D-Modell schicken.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Zeichnung, wenn ich das 3D-Modell habe?
Meistens ja. Das 3D-Modell definiert die Nennform, die Zeichnung definiert, was zulässig ist. Manche Firmen nutzen MBD (Toleranzen im 3D), doch dann muss die ganze Kette das Format lesen können.
Aktualisiert am
Passende Leistung
Fertigungsdokumentation
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