MTBF
Auch genannt: Mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen
MTBF ist die durchschnittliche Laufzeit einer Anlage zwischen zwei Ausfällen. Je höher, desto zuverlässiger die Maschine.
MTBF (Mean Time Between Failures) misst die Zuverlässigkeit einer Anlage: wie viele Stunden sie im Schnitt läuft, bevor sie wieder ausfällt. Die Kennzahl zeigt, ob die Instandhaltung Ausfälle verhindert oder ihnen nur hinterherläuft.
So funktioniert es
Die Formel ist einfach: gesamte Betriebszeit ÷ Anzahl der Ausfälle im Zeitraum. Es zählen nur ungeplante Ausfälle; Rüsten und vorbeugende Wartung bleiben außen vor. Je Maschine und Baugruppe (Spindel, Werkzeugwechsler, Hydraulik) verfolgt, zeigt die MTBF, wo die Wartung verstärkt werden muss, und hilft, Austauschintervalle festzulegen.
Praxisbeispiel
Eine Presse lief im Monat 420 Stunden und fiel 6-mal aus. MTBF = 420 ÷ 6 = 70 Stunden. Nach dem Tausch der Hydraulikschläuche im Wartungsplan gab es im Folgemonat 2 Ausfälle in 430 Stunden: eine MTBF von 215 Stunden.
Häufige Fehler
- Rüsten und vorbeugende Wartung als Ausfall zählen und die Kennzahl unnötig drücken.
- Die MTBF für das ganze Werk berechnen und so die Problemmaschine verstecken.
- MTBF ohne MTTR betrachten: Eine Maschine, die selten ausfällt, aber tagelang steht, bleibt ein Problem.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen MTBF und MTTF?
MTBF gilt für reparierbare Anlagen, die wieder in Betrieb gehen; MTTF (Mean Time To Failure) für Teile, die ersetzt statt repariert werden.
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