3D-Scan
Auch genannt: 3D-Scanner · Punktwolke · 3D-Digitalisierung
Ein 3D-Scan erfasst die Form eines Teils als Millionen Punkte, Grundlage für Reverse Engineering und den Soll-Ist-Vergleich mit dem CAD.
Ein 3D-Scanner (Streifenlicht oder Laser) misst die Oberfläche eines Objekts und erzeugt eine Punktwolke, die in ein Dreiecksnetz (STL) umgewandelt wird. So lassen sich komplexe Geometrien wie Freiformflächen, Gussteile und verschlissene Teile am schnellsten erfassen, die mit Handmessmitteln Tage dauern würden.
So funktioniert es
Das gescannte Netz ist kein CAD-Modell: Es bildet das Teil ab, wie es ist, mit Verschleiß und Fehlern. Für die Fertigung nutzt der Konstrukteur das Netz als Referenz und baut Flächen und Formelemente (Ebenen, Zylinder, Bohrungen) als Volumenmodell neu auf. Der Scan dient auch der Prüfung: Das Netz wird mit dem CAD überlagert, und eine Farbkarte zeigt die Abweichungen je Bereich.
Praxisbeispiel
Ein importiertes Gussgehäuse brauchte eine neue Form. Der Scan dauerte zwei Stunden, die Rückführung ins CAD mit auf Nennmaß gesetzten Ebenen und Bohrungen zwei Tage. Die Abweichungskarte zwischen Teil und neuem Modell bestätigte, dass die Unterschiede nur Schwindung und Grat waren.
Häufige Fehler
- Die STL-Datei des Scanners direkt in die Zerspanung geben.
- Glänzende oder transparente Teile ohne Oberflächenvorbereitung scannen.
- Sich bei engen Maßen auf den Scan verlassen, ohne taktil nachzumessen.
Häufige Fragen
Wie genau ist ein 3D-Scanner?
Industrielle Scanner liegen meist im Bereich von Hundertstelmillimetern. Für Passbohrungen und kritische Maße bleibt die taktile Messung die Referenz.
Aktualisiert am
Passende Leistung
Reverse Engineering
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